Mittwoch, 23. März 2011

Der kleine Mappes und die große Welt

"Hey du!", sagte Mappes und wandte sich seinem Publikum zu.
"Komm auch DU mich wählen, ich verspreche euch Gutes zu tun!"
Zögerlich, aber dann doch sehr entschieden klatschte die Masse ihrem Hirtenvater zollend Beifall.
Wie richtig es doch sei sich in solchen Krisenzeiten zu positionieren.
Mappes hatte schon Großes geleistet.
Er war es der Aktien ohne Einverständnis seines eigenen Parlament kaufte, denn Mappes ist nicht nur gefühlt der Größte, sondern er wird sogar noch immer beklatscht und vom Volk geduldet.
Ein Störenfried meldete sich zu Wort und erläutert, dass doch eigentlich Mappes Tage gezählt sein sollten, denn er hätte sich ja zu früheren Zeiten massiv für die AKWs eingesetzt und diese seien ja nun, da es in Japan puff peng gemacht hatte, ziemlich out.
Die Zuhörer, nur einige hatten ihn verstanden, da schon das Gemurmel begann als jener ansetzte zu reden, konnten es nicht glauben. Jetzt da es darum ging, die Dinge zu beschönigen, die Illusion und den Glauben an eine neue CDSU-super-GLU bestärkt im Herz und Hirn verankert zu etablieren hatte sich schon wieder ein Widersacher zu Wort gemeldet.

Ein Buhhh und Weitere folgten!

Der Hirtenvater schaute erquickt drein und meinte schließlich:
"Die Wahrheit wird noch nicht auf dem Marktplatz gehandelt, sie hat einen Standard, sie schlägt in meinem Herzen, nur wer kann sie finden?"

Die Menge klatschte und die Gewohnheit hatte gesiegt.

Und Mappes dachte so vor sich hin:
"Schön, wenn man in der richtigen Partei ist."

Glücklich verließen die Massen die Wahlkampfveranstaltung.



Lybien, Japan, Wasserwerfer, Polizisten, Faschisten, Vermüllung, Geschichte -
Flugverbotszonenvernichter haben andere Gesichter.
Frauenquote hin oder her, Merkel ist nicht unser Kuschelbär!
Sie ist es die die Welt entrüstet.

Jetzt hat jeder BWler die Chance, die Märchenstunde Hurra Harz4, Bildung, Gerechtigkeit zu beenden.

Hauptsache eins bleibt.

Der Strom kommt aus der Steckdose.
Grüner.

Donnerstag, 24. Februar 2011

Der gute Gutte

Guter Gutte!
Kanzler Gutte, bist der Gute.
Dr. Gutte, hast ne Mudde
die jetzt leider gar nicht froh über ihren kleinen Schummel-Sohn
der nun hat den Hohn der Leut
was ihn offensichtlich erfreut
denn würds ihn schämen den alten Tor
würd er gehn ins Bundes-Moor
das sich in Afghanistan befindet
wo manch Soldat sich schon gewindet
und freuen würd' über einen neuen Kameraden
der nicht nur hat nen goldnen Spaten
sondern ganz verduzzt ein Schießgewehr an seiner Brust.
Oh du lieber Gutte!

Wenn Sie für den Rücktritt und somit für den Antritt von Gutte in Afghanistan sind schreiben Sie einen Kommentar.
Wenn Sie für den Rücktrittsrücktritt sind schreiben Sie einen Lobrheim auf den guten Gutte.

Montag, 24. Januar 2011

Tausche Gutes Gewissen gegen hungernde Kinder?

Während weltweit die Nahrungsmittelpreise steigen, wird in Deutschland und dem Rest der westlichen Welt immer mehr Ethanol ins Benzin Gemischt. Wir tanken unsere Autos also mit dem Essen das anderen fehlt.


Weltweit steigen die Nahrungsmittelpreise enorm an, in Indien sind sie beispielsweise um 20 Prozent gestiegen. In Ländern in denen die Menschen einen Großteil ihres Gelds für Nahrung ausgeben bedeutet dies das Menschen auf Fleisch und Milch verzichten müssen oder sogar an Hunger leiden.

Die steigenden Lebensmittelpreise sind natürlich zu einem großen Teil der steigenden Weltbevölkerung, schwindenden Anbauflächen und dem veränderten Essverhalten der neuen Mittelschichten in der dritten Welt geschuldet.

Aber ein nicht unbedeutender Teil geht auch auf die Beimischung von Biotreibstoffen in Benzin und Diesel in Europa und den USA zurück. Ab diesem Jahr muss in der europäischen Union auf Beschluss des EU-Parlaments Benzin mit einer Ethanol Beimischung von 10 % verkauft werden. Neben den fragwürdigen Auswirkungen für die Umwelt wird dadurch Anbaufläche für Nahrung verdrängt. Das Problem ist das nicht nur in Deutschland Weizen und Zuckerrohr angebaut wird um Ethanol herzustellen. In Brasilien wird der Urwald abgeholzt und Zuckerrohr zur Produktion von Biosprit in Europa und den USA verwendet. Bis 2020 muss eine Fläche so groß wie Belgien benutzt werden um Biosprit zu produzieren und das in einer Zeit der Nahrungsmittelknappheit. Es ist äußerst zweifelhaft ob Biotreibstoffe etwas zum Umweltschutz beitragen können und der größte Effekt dürfte sein dass die Europäer ein gutes Gewissen haben. Auf der anderen Seite wird die Nahrungsmittelknappheit verschärft, die sowieso schon ein großes Ausmaß angenommen hat.

Der Preis für Zucker stieg im zweiten Halbjahr 2010 auf dem Weltmarktpreis 77 Prozent und der Getreidepreis 57 Prozent

Wenn das Angebot für Nahrung schon jetzt kleiner ist als die Nachfrage dann hat es verheerende Auswirkungen auf die Nahrungsmittelpreise und damit auf die Menschen in Entwicklungsländern wenn auch nur wenige Prozent der Weltproduktion an Lebensmittel für Treibstoffe verschwendet werden.

Können wir wirklich reinen Gewissens das Essen der Menschen in der dritten Welt verfahren nur um uns besser zu fühlen? Sollten wirklich riesige Anbauflächen für unsere Autos verschwendet werden, während die Nahrung auf der Erde immer knapper wird?

Man sollte die Beimischung von Biosprit zumindest bei 5% belassen um die Nahrungsmittelpreise nicht zusätzlich zu belasten, denn das Überleben vieler Menschen ist wichtiger als ein gutes Gewissen reicher Europäer.

Montag, 17. Januar 2011

Bundeswehr im Innern

Nach jedem verhinderten Terroranschlag und jeder Terrorwarnung verlangen Politiker von SPD und CDU und Teile der Sicherheitsbehörden eine Ausweitung der Einsatzmöglichkeiten der Bundeswehr innerhalb Deutschlands.Doch die Risiken für die Demokratie sind enorm und die Vorteile äusserst zweifelhaft.


Artikel 87a besagt, dass die Bundeswehr nur zur Verteidigung und in vom Grundgesetz geregelten Ausnahmefällen eingesetzt werden darf. Artikel 35 erlaubt es bei einer Umweltkatastrophe oder einem besonders schweren Unglücksfall die Bundeswehr zu Hilfe zu rufen. Die Idee des schwereren Änderns des Grundgesetzes ist dass die Gesetze im Grundgesetz wichtig für einen freien und funktionierenden Rechtstaat in Deutschland sind. Die Grundgesetze sollten nicht ohne Not geändert werden.

Diese Beschränkung der Bundeswehr auf Verteidigung und Katastrophen wurde aus gutem Grunde eingeführt. Die Bundeswehr ist eine Armee und die Hauptaufgabe einer Armee besteht darin zu töten, nicht wie die Polizei zu beschützen und Verbrechen auf zu klären. Die Aufgabenteilung zwischen Bundeswehr und Polizei ist sehr wichtig da im Krieg gegen einen äußeren Feind nicht so sehr auf die Grundrechte und Gesetze geachtet werden muss wie im Inland. Die Polizei soll keine unbotmäßige Gewalt anwenden, während die Armee den Feind ohne große Rücksichtsnahmen besiegen soll. Bei den Geheimdiensten führt dies dazu, dass der BND der im Gegensatz zum Bundesverfassungsschutz keine großen Rücksichten nehmen muss nur für das Ausland zuständig ist. Es ist doch nahe liegend, dass Menschen denen man sagt sie dürfen in Österreich jedes Recht brechen in Deutschland auch keine Rücksicht auf Pressefreiheit und die Unverletzlichkeit der Wohnung nehmen.

Wenn die Bundeswehr Soldaten entbehren kann und die Polizei so enorme Personalprobleme hat, warum stellt die Armee nicht einfach weniger Soldaten ein und die Polizei mehr Polizisten? Wie konnte die Polizei ohne die Bundeswehr die RAF jagen und Personen wie Gebäude schützen wenn sie jetzt von der unkonkreten Gefahr der Al-Kaida überfordert ist? Die dann auch ausgebildet sind für Sicherungs- und Ermittlungsaufgaben und nicht im Zerstören von Panzern. Einigen Politikern scheint egal zu sein welche Macht sie einem möglichen zukünftigen Diktator geben könnten oder sie wollen ihre eigene Macht erweitern. Vielleicht wollen sie auch nur das Gefühl vermitteln dass sie etwas für die Sicherheit tun. Meine Meinung ist jedoch, dass es in einem zivilisierten Land eine Trennung zwischen Armee und Polizei sowie zwischen Polizei und Auslandsgeheimdienst geben muss. Was für ein Land ist das eigentlich in dem bewaffnete Soldaten Bahnhöfe bewachen und Auklärungstornados und Drohnen der Bundeswehr über Städten kreisen? Was passiert wenn in Deutschland Menschen an die Macht kommen die von Demokratie und Recht nichts halten und sie dass Recht haben die Bundeswehr innerhalb Deutschlands bei Demos und gegen Opositionelle ein zu setzen?




Dienstag, 14. Dezember 2010

Frieden im Nahen Osten?

Die US-Regierung bemüht sich mal wieder um Frieden im Nahen Osten. Aber es gibt schwerwiegende Gründe die gegen ein Ende des Konflikts sprechen.

Alle paar Jahre wieder hört man von Friedensgesprächen zwischen Israel und den Palästinensern. Die Erfolgsaussichten allerdings sind äußerst gering. Dafür gibt es mehrere Gründe:

1.Die Israelis und die Amerikaner verhandeln nur mit der Fatah die aber keine Macht über den Gazastreifen hat , die Fatah kann deshalb nur für die Palästinenser im Westjordanland sprechen.

2. Jerusalem ist für beide Seiten eine heilige Stadt und keine Seite wird sich bereit erklären die Kontrolle über die Stadt abzugeben.

3. Die Grenzen von 1967 verlaufen sehr nahe an den Ballungszentren Israels so dass im Falle eines Abzugs der israelischen Streitkräfte und einem Konflikt mit den Palästinensern das „Herz“ Israels bedroht wäre.

4. Die Hamas will Israel nicht anerkennen und der Iran der enge Beziehungen zur Hamas hält ist gegen ein Friedensabkommen.

5. Die Palästinenser bestehen auf einem Rückkehrrecht der in den Kriegen von 1967 und 1948 Vertriebenen und ihrer Angehöriger. Die arabischen Nachbarstaaten wollen die Flüchtlinge nicht in ihre Gesellschaft integrieren und lassen sie nach über 60 Jahren immer noch in Flüchtlingslagern leben.

6. Bei einem Friedensvertrag müssten wohl die israelischen Siedler aus dem Westjordanland evakuiert werden. Diese werden sich wohl wie beim Abzug aus Gaza gegen eine Evakuierung wehren, nur das im Westjordanland laut Wikipedia 289.600 Siedler leben und im Gazastreifen vor dem Abzug 8000 lebten.

7. Es gibt Streitigkeiten um die Wasserverteilung.

8. Die Israelis haben Angst das nach einem Abzug die Hamas auch die Macht im Westjordanland übernehmen würde und alles schlimmer werden würde trotz großer Anstrengungen.

9. Die Hamas hat kein Interesse an Frieden , da ihre Existenz noch mehr als die der Fatah auf dem Widerstand gegen Israel fußt.

10. Weder die radikalen Israelis noch die radikalen Palästinenser sind bereitet Land auf zu geben, beide Seiten sehen ganz Palästina als ihr natürliches Heimatland an.

Ein Frieden scheint aussichtslos, vor allem wenn man bedenkt wie viele Friedensverhandlungen erfolglos waren oder sogar in einem bewaffneten Konflikt geendet haben, man denke nur an die zweite Intifada nach den Friedensverhandlungen in Camp David.

Montag, 22. November 2010

Die Selbstlose Rettung Irlands?

Die Europäischen Staaten sollen mit Zig Milliarden Irland vor dem Bankrott retten.
Doch ist die Rettung wirklich so uneigennützig?

Natürlich sind die Iren auch zu einem großen Teil selbst Schuld dass sie ihre Finanzbranche ein solch enorme Größe annehmen liesen und eine Immobilienblase enststehen haben lassen. Die Exzesse wurden aber auch von billigen Zinsen der EZB finanziert, die damit Deutschlands und die Wirtschaften der anderen großen Wirtschaftsmächte in den schwachen Jahren nach der Jahrtausendwende stützte.In einer gemeinsamen Währungszone muss man eben durch gemeinsame Gesetze verhindern, dass es zu solchen Auswüchsen kommt.

Ausserdem kann sich Deutschland (ebenso wie Frankreich) gar nicht leisten Irland pleite gehen zu lassen,denn
1. Würden damit die Zinsen in allen Eurostaaten die von der Pleite bedroht sind noch weiter steigen und sie so in noch tiefere Probleme stürzen.(Man denke nur an Griechenland, Portugal, Spanien und selbst Itailen.
2. Werden die Staatsschulden der Iren zu einem nicht unerheblichen Teil von europäischen Banken gehalten, was wiederum bedeutet, dass im Falle einer Pleite von Irland unter anderem deutsche Banken Milliarden abschreiben müssten und eventuell wieder Hilfe vom Staat benötigen würden.

Ist es also wirklich so selbstlos und gegen die Vernunft Irland zu retten?Die Hauptlast werden die Iren selbst tragen müssen, da sie von der EU zu starken Ausgabekürzungen und Steuererhöhungen gezwungen werden und die Alternative zu einer Rettung könnte der Zusammenbruch Griechenlands, Irlands und Portugals sein vielleicht sogar der gesamten Eurozone.Und durch die Abschreibungen eine erneute Finanzkrise die dieses mal von Europa ausgeht.